Sektion 3: Naturwissenschaftliches Arbeiten

 

Im Dezember 2004 wurden die Bildungsstandards Biologie, Chemie und Physik beschlossen. In einigen Bundesländern sind die überarbeiteten Lehrpläne bereits in Kraft getreten, in anderen befinden sie sich zur Zeit noch in der Erprobung bzw. werden noch überarbeitet. Ob die neuen Lehrpläne und Arbeitsmethoden zu wirklich besseren Ergebnissen führen werden, bleibt völlig offen.

Im organisatorischen und perspektivischen Bereich kooperieren wir mit der Sektion 1. In dieser Sektion wollen wir uns schwerpunktmäßig mit den inhaltlichen und methodischen Möglichkeiten der Weiterentwicklung beschäftigen. Dazu sind bisher die folgenden Workshops im Laufe der beiden Tage vorgesehen:

 

1. Lernsituationen gestalten durch Aufgaben - auch für weniger leistungsstarke Schüler

Dr. Lutz Stäudel

Es geht dabei zunächst um die Gestaltung von Lernaufgaben (im Unterschied zu Testaufgaben) und deren Platzierung im Unterricht.

Gezeigt wird des Weiteren, wie die Bearbeitung solcher Aufgaben für weniger leistungsstarke Gruppen durch ein System von Hilfen unterstützt werden kann. Es können Ergebnisse aus dem laufenden DFG-Projekt vorgestellt werden; Schwerpunkt sollen aber die (beispielhafte) Konstruktion eigener Aufgaben und die Gestaltung von Hilfen sein.

 

2. Naturwissenschaftliche Grundbildung mit der ganzen Fachschaft entwickeln

Dr. Lutz Stäudel

Ob in einem Lernbereich organisiert oder in Einzelfächern – die Entwicklung einer belastbaren naturwis-senschaftlichen Grundbildung ist eine Herausforderung für alle NW-Lehrkräfte einer Schule. Neben einer bereits bewährten Akzentuierung der Aspekte naturwissenschaftlichen Arbeitens (vgl. z.B. die Lernbox "Forschen wie ein Naturwissenschaftler“ – Friedrich Verlag) kommt als Arbeits- und Planungsgrundlage für die vereinigte Fachschaft auch die Orientierung an den Basiskonzepten der naturwissenschaftlichen Fächer in Frage. Anhand eines Planungsschemas, das ursprünglich von Udo Klinger entwickelt und jetzt ab-gewandelt wurde, soll gezeigt werden, wie diese Orientierung zu praktischen Konsequenzen für den Unterricht ab Klasse 5 führen kann.

 

3. Standardorientierte Aufgaben im naturwissenschaftlichen Unterricht – Förderung der Bereiche Kommunikation und Erkenntnisgewinnung – Interaktionsboxen im Biologieunterricht am Beispiel: Der Senfsamenkeimungswettbewerb

Dr. Horst Bickel

Interaktionsboxen lassen sich von den Eggraces her ableiten. Zaubern kann man mit ihnen zwar nicht, aber sie verzaubern Kinder zu kleinen Forscherinnen und Forschern. Interaktionsboxen bieten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, Fragestellungen eigenständig und kreativ zu bearbeiten. An zwei Beispielen wird das Prinzip der Interaktionsbox erläutert.

 

Weitere Informationen im Internet unter:

www.learn-line.nrw.de/angebote/nw-unterrichtsentwicklung/Unterrichtsbeispiele/senf_film2.html

 

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