Fachdidaktische Workshops Soltau 2005

 

Susanne Bögeholz, Sabina Eggert: Aufbau von Bewertungskompetenz

 

Regina Bruder: Problemlösen für alle

 

Andreas Büchter: Aufgabenkultur und Unterrichtsentwicklung

 

Ralph Hepp: Kooperatives Lernen im naturwissenschaftlichen Unterricht – Erfahrungen und Perspektiven

 

Ernst Kircher: Förderung von Wissenschaftsverständnis  im naturwissenschaftlichen Unterricht

 

Peter Labudde: Fächerübergreifender naturwissenschaftlicher Unterricht – Chancen und Herausforderungen aus der Perspektive von Schulpraxis und Wissenschaft

 

Kirsten Miehe: Einführung in das pädagogische Konzept Cooperative Learning

 

Rudolf vom Hofe: Grundvorstellungen und mathematische Kompetenzentwicklung – Theoretische Grundlagen, empirische Ergebnisse und Beispiele aus der Praxis

 

Susanne Bögeholz, Sabina Eggert: Aufbau von Bewertungskompetenz

Der Workshop Aufbau von Bewertungskompetenz beginnt mit einem einführenden Referat zur Bedeutung von Bewertung a) im Rahmen von Bildung für Nachhaltige Entwicklung und b) im Hinblick auf die Bildungsstandards für den mittleren Schulabschluss sowie das Kerncurriculum für die gymnasiale Oberstufe. Zunächst soll die Rolle von Bewertung im Rahmen des Biologieunterrichts bestimmt werden. Anschließend werden geeignete Bewertungsinhalte sondiert und diskutiert; gemeinsam werden Bewertungen exemplarisch am Beispiel der Streuobstwiese durchgeführt. Vorgestellt werden erprobte Unterrichtsbeispiele für den Aufbau von Bewertungskompetenz in der Sekundarstufe I und II.

 

Materialien aus dem Workshop können Sie hier herunterladen (wegen der Größe von 2,8 MB nur mit schnellen Datenleitungen bequem zu laden!).

 

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Regina Bruder: Problemlösen für alle

Es geht um eine Verbesserung der Problemlösekompetenzen im Mathematikunterricht für alle Schüler/innen durch das Kennen lernen, Erlernen und selbständige Anwenden heuristischer Hilfsmittel, Prinzipien und Strategien in Verbindung mit Elementen zur Selbstregulation.

Es werden geeignete Heurismen für die Sekundarstufe I an lehrplangerechten bzw. an den Bildungsstandards orientierten Musterbeispielen vorgestellt. Auf dieser Grundlage wird ein Unterrichtskonzept in Verbindung mit einer effektiven Nutzung von Hausaufgaben entwickelt, in dem individuell schwierige Aufgaben (Problemlösen!) ihren festen Platz neben anderen Aufgabenformaten erhalten - eingebettet in ein ganzheitliches Unterrichtskonzept. Dieses Konzept wurde bereits erfolgreich im Unterricht erprobt. Entsprechende Materialien aus dem von der DFG geförderten Unterrichtsprojekt werden bereitgestellt.

 

Die Präsentation aus dem Workshop kann hier geladen werden (500 kB).

 

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Andreas Büchter: Aufgabenkultur und Unterrichtsentwicklung

In der Praxis des Mathematikunterrichts sind Aufgaben „Elementarteilchen der Unterrichtsgestaltung“, daher ist die „gute Aufgabe“ immer wieder im Gespräch. Aber was ist eine „gute Aufgabe“? Um diese Frage zu beantworten muss zunächst gefragt werden, wozu eine Aufgabe gut sein soll. Gute Aufgaben für Leistungstests sind häufig nicht gleichermaßen geeignet, nachhaltige Lernprozesse zu initiieren oder typische mathematische Denk- und Arbeitsweisen (Modellieren, Argumentieren, Problemlösen, Begriffe Bilden) authentisch wiederzuspiegeln.

Wie lassen sich Aufgaben entwickeln und im Unterricht einsetzen, die diese mathematischen Denk- und Arbeitsweisen in den Blick nehmen? Im Workshop werden hierfür nützliche Konstruktions- und Reflexionswerkzeuge vorgestellt, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen eigenständig Aufgaben entwickeln, bearbeiten und hinsichtlich ihrer Qualität einschätzen.

 

Die Inhalte des Workshops kann man diesem Buch entnehmen:

A. Büchter und T. Leuders: Mathematikaufgaben selbst entwickeln. Lernen fördern - Leistung überprüfen. Berlin 2005

Die Präsentation zum Workshop ist sehr groß (3,5 MB) und nur über schnelle Datenleitungen mit vertretbarem Aufwand zu laden.

 

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Ralph Hepp: Kooperatives Lernen im naturwissenschaftlichen Unterricht – Erfahrungen und Perspektiven

Kooperatives Lernen ist eine besondere Form von Kleingruppenunterricht, der – anders als der traditionelle Gruppenunterricht – auch die sozialen Prozesse beim Lernen besonders thematisiert, akzentuiert und strukturiert. Durch vielfältige Maßnahmen und Aktivitäten wird die Eigenverantwortlichkeit für die Gruppenlernprozesse angebahnt und eine positive gegenseitige Abhängigkeit der Gruppenmitglieder erzeugt. Dies wirkt sich sowohl auf die sozialen Interaktionsprozesse als auch auf die Arbeitsergebnisse oder ‑produkte günstig aus.

Anhand konkreter Unterrichtsbeispiele aus dem naturwissenschaftlichen Unterricht (Physik, Mathematik, auch Biologie) und verbunden mit der unmittelbaren Tätigkeit der Teilnehmer wird über die Initiierung von erfolgreicher Teamarbeit informiert. Der Workshop versteht sich damit als Ergänzung zu der Veranstaltung von K. Miehe, aber auch als eigenständige Widerspiegelung unterrichtspraktischer Erfahrungen. In der abschließenden Diskussion können insbesondere Fragen der Evaluation bis hin zur Bewertung thematisiert werden.

 

Ausführliche Informationen zur Methode und zu Unterrichtserfahrungen finden Sie im Heft 84 der Zeitschrift Naturwissenschaften im Unterricht "Kooperativ Lernen" (Jahrgang 15, Dezember 2004, hrsg. von R. Hepp, A. Krüger und R. Wodzinski)

 

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Ernst Kircher: Förderung von Wissenschaftsverständnis im naturwissenschaftlichen Unterricht

Im DFG-Schwerpunktprogramm „Bildungsqualität von Schule“ wird seit 2001 an den Universitäten Würzburg (Ernst Kircher) und München (Beate Sodian) in einem Projekt in Schülerstudien erforscht, ob bereits Grundschülern „Wissenschaftsverständnis“ vermittelt werden kann. „Wissenschaftsverständnis“ ist das deutsche Kürzel für die englische Redewendung „Learning about the nature of science“.

In dem Workshop werden einleitend didaktische und methodische Aspekte dieses thematischen Bereichs angesprochen; im Mittelpunkt stehen Beispiele für den Unterricht (Black-Boxes, gespielte Analogien; das Karten-Austauschspiel (nur für Lehrkräfte?)).

 

Einige Materialien aus dem Workshop sind hier vefügbar.

 

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Peter Labudde: Fächerübergreifender naturwissenschaftlicher Unterricht – Chancen und Herausforderungen aus der Perspektive von Schulpraxis und Wissenschaft

Vernetztes Denken im naturwissenschaftlichen Unterricht? So viel Zustimmung dieses allgemeine Bildungsziel findet, so schwierig gestaltet sich oft die Umsetzung im täglichen Schulalltag und so offen bleibt manche fachdidak­tische Frage: Welche Ziele lassen sich im fächerübergreifenden Unterricht (füU) verfolgen? Was für Varianten von füU gibt es? Im Vortrag werden einerseits Begriffe wie ‚fächerübergreifend’ oder ‚Interdisziplinarität’ erklärt, andererseits praxiserprobte Beispiele vorgestellt. Zur konkreten Veranschaulichung dienen Lehrpläne, Umsetzungshilfen und Unterrichtseinheiten aus der Schweiz, wo der fächerübergreifende naturwissenschaftliche Unterricht einen hohen Stellenwert genießt: In der Sekundarstufe I bildet das Integrationsfach Naturwissenschaften den Normalfall, in der Sekundarstufe II bieten viele Schulen neben dem gefächerten Unterricht auch Fächer übergreifende (naturwissen­schaftliche) Module bzw. Unterrichtsgefäße an.

 

Die Präsentation zum Vortrag können sie hier herunterladen (500 kB).

 

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Kirsten Miehe: Einführung in das pädagogische Konzept Cooperative Learning

Cooperative Learning ist eine komplexe Lehr- und Lernstrategie, die von David und Roger Johnson aus verschiedenen Erkenntnissen über individuelle und kooperative Lernprozesse entwickelt wurde. Der Fokus ist dabei gleichermaßen auf das fachliche, das methodische, das persönliche und das soziale Lernen gerichtet. Cooperative Learning bietet zum einen eine Vielzahl von hilfreichen Methodenelementen zur Unterrichtsgestaltung, zum anderen sorgt es mit seinen fünf Basiselementen vor allem dafür, dass die Eigenverantwortlichkeit der Lernenden gestärkt wird, sich ihre sozialen Fähigkeiten verbessern und sich die Schülergruppen zu echten Lernteams entwickeln können.

In diesem Workshop wird Cooperative Learning als ein möglicher Baustein zur Steigerung der Effizienz im mathematischen und naturwissenschaftlichen Unterricht und die zugrunde liegende Theorie anwendungsorientiert vorgestellt. Die Teilnehmer/innen haben die Möglichkeit, Cooperative Learning aktiv zu erfahren und einen ersten Eindruck von der Aufgaben- und Unterrichtsgestaltung mit CL zu bekommen.

 

Eine ausführliche Beschreibung des Ansatzes findet sich in K. Miehe und S.-O. Miehe: "Praxishandbuch Cooperative Learning - Effektives Lernen im Team", Meezen 2004.

 

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