An Alltagsvorstellungen anknüpfen

 

Schülerinnen und Schüler besitzen Vorstellungen über Phänomene, die ihnen im Alltag begegnen. Diese stimmen meist nicht mit den wissenschaftlichen Konzepten, die im Unterricht gelernt werden sollen, überein. Eine einfache Ersetzung der "Fehlvorstellungen" oder "Misskonzepte" durch die "richtigen" wissenschaftlichen Konzepte ist nicht möglich, da Alltagsvorstellungen in ihrem Kontext tragfähig sind. Sie sind vielmehr im Unterricht offen zu legen und zu prüfen, und mit wissenschaftlichen Sichtweisen zu konfrontieren, damit ein bewusster Wechsel der Perspektiven in Abhängigkeit von den Kontextbedingungen stattfinden kann.

 

Chemie fürs Leben

 

Julia Freienberg und Alfred Flint stellen eine Unterrichtssequenz mit dem Titel "Zitronensaft und Rohrfrei" vor. Eine beigefügte Einkaufsliste enthält u. a.



Brennspiritus 
Rotkohl 
Marmorfensterbank 
Schwarzer Tee 
Zitronen 
Geflügelknochen 
Zitronensaftkonzentrat 
Entkalker mit Zitronensäure 
Essigessenz 
Andere Entkalker 
Speiseessig 
Essigreiniger 
Mineralwasser mit CO2 
Salmiak-Pastillen 
Backofenreiniger 




Macht Sie diese Einkaufsliste neugierig?

Ein kleiner Auszug aus dem Skript gibt einen ersten Einblick in die Ideen dieses Unterrichtskonzeptes:

 

Wir halten es für sinnvoll, in das Thema „Säuren“ am Beispiel der Zitrone und des Essigs einzuführen. Für die Schülerinnen und Schüler ist damit unmittelbar der Begriff „sauer“ verbunden.

 

Über den Einsatz von Zitronensaft und Essig im Haushalt z.B. bei der Zubereitung von Speisen (Rotkohl / Blaukraut) und Getränken (bei Erkältung schwarzer Tee mit Zitrone) und die dabei hervorgerufenen farblichen Veränderungen lassen sich dann „Anzeiger“ (Indikatoren) für die Eigenschaft „sauer“ gewinnen.

 

Hier finden Sie das gesamte Skript mit detaillierter Ausarbeitung der Unterrichtseinheit zum Herunterladen:

 

Freienberg/Flint, „Chemie fürs Leben“ am Beispiel von ZITRONENSAFT UND „ROHRFREI“ (pdf, 207 kB)


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