Kultusministerin Wolff zieht positive Abschlussbilanz von SINUS Hessen

 

Wiesbaden, 24.05.2007 Zum Abschluss des zweijährigen Schulentwicklungsprojektes SINUS-Hessen hat Kultusministerin Karin Wolff heute eine positive Bilanz des hessischen Modellversuchs zur Fort- und Weiterbildung von Lehrern gezogen. "SINUS wird in der Öffentlichkeit zunehmend mit einem erfolgreichen Modell der Schulentwicklung und schulinternen Lehrerfortbildung verknüpft", lobte die Kultusministerin. "Mit SINUS sind neue Formen und Methoden des Unterrichts in die hessischen Schulen gekommen, die dafür sorgen, dass der Unterricht für die Schülerinnen und Schüler spannender gestaltet wird. Unser Motto "Schule für Kinder mit Zukunft" zeigt in vielfältiger Weise Wirkung, denn wir liegen heute deutlich über den Leistungen, die noch vor vier oder fünf Jahren von den Schülerinnen und Schülern erzielt wurden. Hieran hat SINUS zweifelsohne einen ganz wesentlichen Anteil."

 

Anstoß zu dem Programm SINUS (Steigerung der Effizienz des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts) gaben 1996/97 die Ergebnisse der TIMSS-Studie ("Dritte Internationale Mathematik- und Naturwissenschaftsstudie"). Die Untersuchung zeigte für deutsche Schülerinnen und Schüler deutliche Schwächen im mathematischen und naturwissenschaftlichen Verständnis. Das zunächst auf fünf Jahre angelegte Programm SINUS startete 1998 bundesweit mit 180 Schulen. Eine herausragende Rolle im Projekt SINUS spielt die Kooperation zwischen den Lehrkräften.

 

Hessen hatte die bundesweite Qualitätsinitiative SINUS 1998 an zwölf Schulen gestartet und als einziges Bundesland bis zum jetzt laufenden Projekt auf mehr als die Hälfte aller hessischen Schulen mit Sekundarstufe I ausgeweitet. Die Übertragung des SINUS-Modells auf die Grundschulen zur Veränderung von Unterrichts-, Aufgaben- und Prüfungskultur durch schulinterne Lehrerfortbildung startete Hessen 2005. Die frühe Begegnung der Grundschüler mit Naturwissenschaften wird damit gestärkt.. Ein neuer Schwerpunkt im Schuljahr 2006/2007 in den landesweiten Arbeitsgruppen war die Erprobung von Fortbildungsbausteinen zu den Bildungsstandards.

 

"In anderen Bundesländern endet SINUS-Transfer am 31.07.2007. In Hessen wird es mit dem Projekt "Kompetenzförderung – Bildungsstandards, Mathematik und Naturwissenschaften fortgesetzt" erläutert die Kultusministerin ihre Entscheidung. Sie will den eingeschlagenen Schulentwicklungsprozess nicht stagnieren lassen. "Ein Erfolgsmodell lässt man nicht auslaufen, sondern setzt es fort. Nur so ist gewährleistet, dass erfolgreiche Kooperationen weiter arbeiten können und die Schülerinnen und Schüler von den Entwicklungen profitieren."

 

Quelle: bildungsklick.de

 



 

 






 

 

 

 

 


"Mit SINUS sind neue Formen und Methoden des Unterrichts in die hessischen Schulen gekommen."